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denken

And God bless you all – for the song you sang

01.03.10 | von Patrick Wollny | Kommentieren?

Ich kann nicht versprechen, dass dieser Artikel ohne Schimpfwörter auskommen wird, also liebe Eltern:

Und nun zu euch, liebe Entscheidungsträger in der Musikindustrie: Kommt ihr euch eigentlich nicht so richtig peinlich vor? Milchmädchen drehen sich verschämt weg, wenn sie eure Excel-Tabellen korrigieren.

Und dabei geht es mir jetzt gerade gar nicht um mp3s, CDs, Tonbänder oder was weiß ich, was ihr wieder zurückhaben wollt. Es geht mir um Musikvideos.

Musikvideos – das sind kleine Promofilmchen für ein Lied bzw. ein Album eines Künstlers. Je nach Anspruch können das auch kleine Kunstwerke sein. Nur zur Erinnerung, liebe Entscheidungsträger der Musikindustrie. Oder zur Übersetzung: Videos bringen Kunden dazu, Musik zu kaufen!

Selbst angestachelt von meinem Posting zur neuen Single wollte ich mir alte Musikvideos der Deftones angucken. Die Deftones haben einen eigenen offiziellen Youtube Channel, aber die ollen Pissköppe der Warner Music Group haben etwas dagegen, dass man sich Videos ihrer Künstler anguckt in Deutschland und somit fällt die offizielle Quelle weg. Was blieb, waren schlecht von MTV aufgezeichnete Versionen.

Das ist scheisse, denn ich wollte mir das Video „Minerva“ anschauen, das bringt aufgrund seiner schönen Bilder aber nichts in 320×280 Pixeln. Und was bitte bringt es einer Plattenfirma, diese Videos zu sperren? ICH VERSTEHE ES NICHT!!!

Oh, und jetzt sagt mir nicht, ihr wollt, dass ich mir das „Minerva“-Video bei iTunes für 2,49 Euro kaufe. Wenn das euer Plan ist, dann lasst mich mal kurz erklären: Selbst wenn ich gewillt wäre, mir das Video bei iTunes zu kaufen – da steht nirgends, in welcher Qualität es angeboten wird. Man kann sich eine nicht skalierbare Vorschau angucken, wow. Und dadurch, dass mein Beruf so ein bisschen was mit Videodateien zu tun hat, kann ich anhand der Größe von 54 MB erahnen, wie die Qualität so ist. Lasst euch gesagt sein, ihr totalen Vollversager der Musikindustrie: Jeder noch so bescheuerte Teenager schafft es beim Hochladen seiner heimlich aufgenommenen Beate Uhse TV Video-Torrents eine Beschreibung zu Format, Auflösung, Codec usw. beizufügen.

Tja, schade. Ich hätte hier sehr gerne das „Minerva“-Video gepostet. Und ich hätte sehr gerne eine Kaufempfehlung für alle Deftones-Alben, die ich mir im Übrigen von meinem sehr knapp bemessenen Taschengeld zusammengespart habe, liebe Warner Music Group, ausgesprochen. Aber so kann ich euch nur den Tipp geben, dass es im Internet die komplette Diskographie der Deftones im Gesamtpaket für unter einen Cent zu erwerben gibt, beim Google-Suchergebnis eurer Wahl!

Update: Wie ich soben in den Kommentaren von Nerdcore gelesen habe (weil das dort gepostete neue Gorillaz-Video nämlich auch nicht mehr zu sehen ist), gibt es so wunderbare Seiten wie Clipnabber, bei denen man den Link des Videos eingeben kann und selbiges dann zum Download angeboten bekommt.

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