Bottrop, Herne (2002): Von meiner Tätigkeit beim mobilen Essenausfahren bei meinem Zivildienst wusste ich, beruflich Autofahren hat zum einen den klaren Vorteil, dass man sich nicht unnötig mit dem Kennenlernen von neuen Mitarbeitern aufhalten muss, ausserdem vergeht dabei die Zeit sehr schnell. Und wenn eins schnell vergehen soll, dann ja wohl Arbeitszeit.
Ein Autofahrjob musste also her. Nachdem ich mir ein Angebot eines Bestattungsunternehmens noch mal hab durch den Kopf gehen lassen und mir erfahrene Nebenjob-Experten anhand von unglücklich gewählten Vergleichen mit der Tierwelt klargemacht hatten, dass das Herumkutschieren von Leichen gerade im Sommer rein geruchstechnisch keine erstrebenswerte Sache darstellte, entschied ich mich für Kurier. Mit Sachen irgendwo hinfahren kannte ich mich schließlich aus, alter Hase im Geschäft sozusagen.
Da es in Bottrop meines Wissens nach keine Kurierdienste gibt und ich mich in der Branche nur durch intensiven Konsums von Werbung auskannte, fiel meine Wahl auf UPS. Marketingstrategisch also alles richtig gemacht, UPS, weiter so. Naja, fast zumindest, denn schließlich wollte ich kein Geld ausgeben, sondern verdienen.
Allerdings wurde mein neuer Traumnebenjob bzw. Nebenjobtraum arg gebremst, als ich mich auf die UPS-Seite begab, um zu sehen, ob es höchst offiziell Jobausschreibungen gibt, dann kann man sich wenigstens auf etwas berufen, wenn man mal nett anruft und ganz unverbindlich nachfragt, ob es eine offene Stelle gibt. Unverbindlich. Als wenn jemand ohne die Absicht sich für diese Stelle zu bewerben dort anruft.
„Hallo UPS, ich wollte mal ganz unverbindlich nachfragen, ob es eine offene Stelle bei Ihnen gibt?“
„Ja, die gibt es, sie ist unbefristet und wird fürstlich entlohnt.“
„Danke, mehr wollte ich gar nicht wissen, tschüss.“
Also, UPS-Seite, Stellenangebote, NRW. Zack, Fahrer gesucht in Herne oder Düsseldorf. Teilzeit. Super. Allerdings: Teilzeit heisst bei UPS was anderes als bei mir, jeden Tag 4 Stunden arbeiten. Tja, das ist wohl nicht drin. Es gibt zwar auch eine Schicht von 18-22 Uhr, aber jeden Tag der Abend ruiniert? Nö. Keine Lust.
Ich fragte mich also, was es wohl sonst noch so für Jobs bei UPS gibt und stieß auf den feinen Beruf Lagerarbeiter. Aha. Arbeit im Hauptlager in Herne, jeden Tag 3 Stunden, aber eine Schicht von 5-8 Uhr morgens. Mmh, eigentlich ja nicht schlecht, bis 8 Uhr arbeiten, danach bis 14 Uhr Uni, dann ein bisschen pennen und den Rest des Tages frei. Super, da füll ich doch mal das Online-Berwerbungsformular aus.
Es dauert keine 10 Minuten, da klingelt das Telefon.
„Hallo, hier ist Herr Fürstenschmidt von der UPS, sie haben sich auf die Stelle bei uns im Lager beworben.“
„Ja, habe ich, vor ca. 10 Minuten, das ging aber schnell.“
„Natürlich ging das schnell, wir sind schließlich UPS!“
Wow, das saß. Vermutlich bringt Herr Fürstenschmidt IMMER diesen Spruch, sobald es um Schnelligkeit oder Verlässlichkeit geht. Jegliche Dialoge in sexueller Hinsicht erspare ich mir mal, ich bin ja nicht Fips Asmussen.
Jedenfalls bat mich Herr Fürstenschmidt zu einem persönlichen Gespräch, die ich ihm natürlich nicht abschlagen wollte, also ab nach Herne.
Wenn man mal drüber nachdenkt erscheint es einem natürlich nicht abwegig, aber der Hauptsitz von UPS nimmt, glaube ich, mindestens 80 Prozent der Fläche von Herne ein. Jedenfalls musste ich mehrmals nach dem Weg zum Büro von Herrn Fürstenschmidt fragen, aber die sehr hektisch wirkenden Arbeiter schienen trotz dieser Hektik nicht zum ersten mal nach Wegen auf dem UPS-Anwesen gefragt worden zu sein.
In den dann nicht mehr ganz nach Weltkonzern aussehenden Büroräumen des Paket-Riesens erwartete mich ein sehr freundlicher, aber bestimmter Herr Fürstenschmidt. Herr Fürstenschmidts offenes Bekenntnis, dass Lagerarbeiter nur ein temporärer Job sei, den keiner lange durchhält, nehme ich auch nur temporär wahr. Die haben ja auch alle nicht so einen ausgeklügelten Tagesplan wie ich, mit viel Ausgleich und Bettruhe, alles Vollpfosten.
Übermorgen um 5 Uhr soll ich also auf der Matte stehen, zum Probearbeitstag für erstmal 2 Stunden. Pah, 2 Stunden, leicht verdientes Geld.
Als um halb vier der Wecker klingelt, kommt mir das sehr sehr surreal vor, aber ich bin ja gewillt, also mal nicht so anstellen. Es ist Pre-Frühstücksfernsehen-Zeit, das muss man sich mal vorstellen. Nach einer von mir vorher großzügig kalkulierten Anlaufphase in den Tag mache ich mich um zwanzig nach vier auf dem Weg nach Herne. Immerhin war es noch nie so leer auf der A42, das macht mich für den Moment erstmal glücklich.
Ich fahre auf den Parkplatz und gehe gezielt zu den Büroräumen meines Arbeitgebers in spe, schließlich kenne ich mich mittlerweile aus. Im Dunkeln sehen die Büroräume noch mehr nach Bunker aus als im Hellen. Falls auch das ein marketingstrategischer Schachzug ist und UPS dem Kunden damit sagen möchte, dass es ja hier um die rechtzeitige Lieferung von Paketen geht und nicht um schicke Büros, dann ist der Plan voll aufgegangen. Es gibt Unsympathischeres.
Ich werde nun vom Vorarbeiter zu meinem Arbeitsplatz für die nächsten 2 Stunden geführt, einem Anhänger, der an das Lager angedockt wurde. Insassen: Scheissviele Pakete und Ali, ein sehr routiniert wirkender Lagerarbeiter.
Man kommt sich in dem Lager vor wie mitten in einem Sendung mit der Maus Beitrag über, nunja, einem Lager halt. Staunend gucke ich mir jedenfalls das Treiben der gefühlten tausend Fließbänder an, auf denen die Pakete aus den vollen Containern in die leeren Lieferwagen gefahren werden. Meine totale Übermüdung führt dazu, dass ich mir den ganzen Spaß auch erkläre wie in einem Sendung mit der Maus Beitrag. Unglaublich jedenfalls, meine Begeisterung. Weltfremd mal anders.
Es wird schnell klar, was meine Aufgabe in diesem Uhrwerk darstellt: Mit Ali zusammen die Pakete aufs Fließband wuchten.
Schnell klar wird auch, dass Menschen über UPS meistens Pakete über 20 kg verschicken, darunter ist wohl eher ein Job für die Post. Das macht die Arbeit natürlich nicht leichter, allerdings macht es mir in der ersten Stunde richtiggehend Spaß, denn ich rede mir ein, dass diese Arbeit eine schöne Sache ist, um morgens wach zu werden und man hat quasi bezahltes Muskelaufbautraining.
Das würde sogar stimmen, wenn ich mich denn im Ansatz richtig bewegen würde beim Wuchten. Mein „Frührentner mit 24“-Trainingsprogramm führt allerdings dazu, dass ich spätestens ab Minute 70 mehr und mehr an Kraft verliere. Das mäßige Stand-Up-Comedy Talent meines Arbeitskollegen trägt auch nicht gerade dazu bei, dass meine Körperteile mittlerweile nicht mehr zu hundert Prozent das tun, was ich von ihnen erwarte. Zum Glück kann ich bei Ali´s Fragen zu den Bundestagswahlen („Hast du gewählt?“ „Wen hast du gewählt?“) die Anonymitäts-Karte ziehen, über meinen körperlichen Zustand kann das aber nicht hinwegtäuschen. Auch „Vorsicht Glas“ oder „Diese Seite nach oben“-Aufkleber sind mir egal, die verdammten Pakete müssen einfach nur irgendwie auf das Band, meiner Meinung nach.
Um ca. viertel vor sieben kommt dann der Vorarbeiter und sagt, dass ich nun aufhören könne. Es liegt nur noch ein Schuhkarton-großes Paket im Anhänger. Soll natürlich trotzdem nicht erfüllt, da man durchaus auch mehrere Anhänger in dieser Zeit schaffen könnte. Kein Anlass um stolz zu sein. Ich sage ihm, dass ich das Paket eben noch aufs Band legen wolle und mich dann auf dem Heimweg machen werde.
Das Paket wird aber wohl von Ali bearbeitet werden müssen, denn ich habe es schlicht und ergreifend nicht mehr heben können. Es muss wohl wie in einem schlechten Cartoon ausgesehen haben, wie ich mit aller Macht versucht habe, dieses mit was-weiß-ich gefüllte Paket auch nur einen Millimeter zu bewegen, jedenfalls bin ich dann mit einem unbefriedigendem Gefühl wieder nach Hause gefahren. Und wenn man um halb acht von der Arbeit kommt, die Sonne aufgeht und man sich fühlt, als hätte man gerade ganz alleine ein Haus gebaut, ohne Werkzeug, dann ist klar, was zu tun ist, den Job wieder kündigen. Immerhin ging es sehr schnell.
Zumindest fühle ich mich so. Ich dachte bislang immer, daß sich mein Körper in Sachen Party nicht mehr so regeneriert, wie noch vor ein paar Jahren. Seit Sonntag weiß ich: Es liegt nicht an Party oder Alkohol. Mein Körper streikt einfach ein paar Tage lang, wenn ich ihn aus seinem täglichen Rythmus1 herausreisse.
Außerdem finde ich meine Kündigung bei Strato nicht mehr und weiß somit nicht, wann mein Vertrag dort endet und ich endlich zu einem neuen Provider wechseln kann, damit der Spaß hier auch mal schneller wird und es wieder voll Ölle losgehen kann.
Falls die Affenkoppzentrale also plötzlich wieder offline sein sollte: Strato ist schuld!
Guten Abend sehr geehrte Freunde der hohen Kampfkunst. Mein Lieblings-Wrestling-Event, der Royal Rumble, steht an und entscheidet darüber, wer im Main Event von Wrestlemania gegen den Champion kämpfen wird.
Und weil Sky den ganzen Spaß in HD überträgt, habe ich mir ausnahmsweise mal erlaubt, den Rotz zu buchen und live darüber zu berichten, vor allem aus reinem Selbstschutz, damit ich nicht einschlafe. Denn beginnen wird der Royal Rumble um 2 Uhr nachts und dauert etwa 3 Stunden. Yeah! Mal sehen, wie allein ich in diesen 3 Stunden so sein werde. Bis später!
Nach erfolgloser Karriere auf der schiefen Bahn ist der Onkel nun nach missglücktem Fluchtversuch wieder frei und zurück in der Zentrale.
…und zwar jetzt wirklich. Hier wird es also in Zukunft nichts zu sehen geben. Nicht mal im Archiv gibt es was zu bestaunen. Es sei denn, ihr kommt micht besuchen, dann dürft ihr gerne in alten Artikeln stöbern…ansonsten sei gesagt: Danke für‘s Mitlesen. Danke für‘s Kommentieren. Danke für‘s hoffentlich mehr als einmal gut finden. In den letzten 2 1/2 Jahren hat sich viel getan. Also bei mir. Bei allen anderen aber auch. Hoffe ich. Aber ich schweife ab. Hier ist also dicht. Schmeisst die Affenkoppzentrale aus dem Feed-Reader, eurer Lesezeichenliste, Networked Blogs, Social Links, was auch immer, hier passiert nix mehr. Und zum Abschied wünsche ich mir mein Lieblingsvideo der letzten 2 1/2 Jahre und poste es nun zum dritten mal, genau wie die Schliessung dieses Blogs, aber ihr wisst ja, aller guten Dinge…
Ich habe da mal eine Bitte. Könnte mal bitte jeder, der diesen Blog regelmässig liest, also direkt ansteuert, um zu gucken, ob es was Neues gibt, also nicht zufällig diesen Post liest, weil er Nacktbilder von Cheyenne Lacroix oder was weiss ich von Michael Jackson sucht, also könnte bitte mal jeder, der diesen Blog verfolgt, einmal kurz in die Comments schreiben, dass dem so ist. Also von mir aus auch ein einfaches “Ich”, das würde schon reichen.
Und keine Angst, ihr müsst nur euren Namen (und auch der muss nicht mal euer Richtiger sein) und eure Mailadresse (die sollte zumindest gültig sein, damit ihr nicht vom Spammonster gefressen werdet) angeben. Ich werd nix weitergeben. Und euch auch nicht mit Mails bombardieren. Mich interessiert es nur wirklich sehr, denn meine Analysetools geben mir zwar Zahlen, aber ich habe da so ein bis zwei Zweifel.
Also bitte, ihr würdet mir einen riesen Gefallen tun.
Schon bemerkt? Ich mag das neue Album von Muse. Bevor ich aber erkläre, warum “The Resistance” trotzdem die letzte CD ist, die ich mir gekauft habe/kaufen werde, hier erstmal das neue Video zu “Uprising”, dem Eröffnungssong.
Man stelle sich vor, die Liebe seines Lebens direkt am Montag beim Brötchen holen zu treffen. Normalerweise geht man Montags keine Brötchen kaufen, da man eigentlich immer zu spät aufwacht, aus der Unfassbarkeit heraus, dass eine neue Woche begonnen hat. Nicht so an diesem Montag. Und dann steht sie da. Ansprechen tut man sie aber auch nicht, denn irgendwie weiss man, dass sie morgen auch wieder da ist. Und so ist es auch. Man spricht sie aber wieder nicht an, sondern geht ohne eine Wort, dafür aber mehrere Blicke mit ihr getauscht zu haben zur Arbeit, erledigt selbige wesentlich leichtfüssiger als bisher, bis dann erste Zweifel aufkommen und man sich schliesslich bis ins Unermessliche ärgert, dass man sie womöglich nie wieder sieht, weil man zu dumm war, ein Wort herauszubekommen.
Und genau das passiert Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Obwohl man sie nicht kennt, spürt man den Verlust, der sich zusammen mit Frust, Ärger und den Erinnerungen an den vergangenen, kläglich gescheiterten Beziehungen vermischt. Man bestraft sich selbst, geht Freitags nicht raus, weil man die Hoffnung aufgegeben hat und lieber eine Runde in Selbstmitleid baden möchte, was sehr einfach ist, wenn alle Freunde feiern gehen.
Samstags entscheidet man sich dann für einen Trauerstopp, denn am Wochenende hat man schliesslich eine Verpflichtung gegenüber der Unterhaltungs- und Dienstleistungsindustrie.
Und da man sowieso sehr gerne sein Leben mit diversen Filmen vergleicht, fällt einem die Assoziationskette auch nicht schwer, als man auf der bisher lahmen Party plötzlich wieder vor ihr steht. Man unterhält sich, trinkt zusammen, lacht, tanzt und kommt erst Sonntags morgens nach Hause. Irgendwann nachmittags wacht man auf. Alleine. Man bekämpft den Kater mit Kaffee und Dusche und macht sich fertig, denn um 8 ist man mit ihr verabredet…
Und genau so, komprimiert auf etwas mehr als 54 Minuten, ist die neue Muse.
Ich trenne Müll. Schon vor der Einführung des grünen Punktes wurde mir beigebracht, was alles in den normalen Müll und was auf den Komposthaufen in unserem Schrebergarten kommt. Ausserdem kam in für mich nicht wirklich als regelmässig empfundenen Abständen ein Lastwagen vorbei, der kartonweise Papier mitnahm. Denn Papier kann man recyclen, das wusste ich. Unsere Strasse war dann immer zugepflastert mit Papier und Pappe, denn es trennten alle Müll. Und der grosse Lastwagen kam nicht gerade wöchentlich.
Als dann die gelbe Tonne eingeführt wurde, kam es durchaus auch mal vor, dass die Müllabfuhr diese nicht entleerte, weil man mal wieder alles durcheinander gebracht und sich eine Frikadelle in den Verpackungsmüll geschlichen hat.
Ich möchte nicht pauschalisieren, aber als ich dieses Jahr in Los Angeles war, entstand der Eindruck: Da wird kein Müll getrennt. Der ganze Dienstleistungsbereich ist so dermassen auf Verschwendung gebürstet, dass man noch mehr darin bestärkt wird, zu Hause weiterhin umweltbewusst zu leben, damit es so etwas wie einen Ausgleich gibt.
Beispiel Taco Bell: Man wird gefragt, ob man den Spass mitnehmen möchte oder halt da essen will. Entscheidet man sich für‘s vor Ort essen, dann wird die Bestellung in eine Tasche gepackt. Nimmt man es mit, dann wird das Essen, was sich schon in einer Tasche befindet, in eine grössere Tasche befördert.
Ich habe mal in einem Interview mit Anthony Kiedis gelesen, in dem er sagte, dass er es bei Deutschland-Aufenthalten bewundert, wie sehr wir auf die Umwelt achten.
Und obwohl man sich ja sagt, dass der ganze Kadderadatsch eh auf den selben Müllberg landet, verhält es sich mit der Mülltrennung bei mir ähnlich wie damals, als ich angefangen habe, auf Partys zu gehen und Alkohol zu trinken: Meine Eltern wussten es zwar, es gab aber ein stillschweigendes Abkommen, damit sie sich nicht ernsthaft was ausdenken müssen, denn gut fanden sie es nicht, aber erinnerten sich wohl an ihre eigene Jugend. Verständlich? Einfacher ausgedrückt: Ich trenne Müll, weil es die einfachste Möglichkeit ist, meinem Gewissen zu vermitteln, dass ich aktiv die Umwelt schütze.
So war das zumindest bis vor Kurzem: Als ich mit meinem Chef den Serverraum aufräumte, hatten wir von jeder Müllsorte ne Menge im Auto, das wir zur Kölner Müllhalde fuhren. Als wir der Rezeption mitteilten, was wir alles dabei hätten, entgegnete der Müllbeamte uns mit den Worten: „Alles in Tonne 13.“ Als wir nochmal wiederholten, dass wir sowohl Papier, Plastik, normalen Müll und Elektronik dabei hätten, antwortete er etwas lauter „Egal, alles in Tonne 13.“
Das ist natürlich kontraproduktiv für mein Gewissen und seitdem erwische ich mich öfter dabei, wie ich Verpackungen zusammen mit nem Stück Pappe in den Normalmüll schmeisse, ich alter Rebell. So etwas passiert halt, wenn Staat und Umwelt nicht voneinander getrennt werden, liebe Erde.
ARD: Morgentliche Stille, während eine Fraun Cranberries-artig singer/songwrited
ZDF: Aufgrund von zu niedriger GEZ-Gebühr dasselbe wie bei der ARD
WDR: Ein Mann mit gelber Mütze gibt einem Matrose und einem Polizisten eine Eintrittskarte
RTL: 2 merkwürdige Menschen sitzen in einer klinisch reinen Frühstükssituation, was man an den beiden Kaffeetassen erkennt
SAT1: Nicht-Zeichentrick Wickie ist schemenhaft zu erkennen, als plötzlich von Lady Gaga die Rede ist
RTL2: „Wir wollen bei Frauentausch mitmachen, weil wir achten uns.“
Pro7: In einem amerikanischen Krankenhaus wird über zuviel Geld gesprochen
Kabel1: 2 Zollbeamte unterhalten sich mit lauter gepixelten Menschen über den ADAC
Vox: Der Herr des Hauses hält eine extrem schleimige Rede vor lauter Geschäftsleuten, währen die Haushälterin es tatsächlich zu mögen scheint
arte: Ein roher Fisch liegt im Eiswasser
Center.TV: Dramatische Musik auf einem Kölner Hochhaus
NRW.TV: Mehrere Männer stehen vor einem Bananenstauch und gucken so, als ob sie sich gleich drum kloppen werden
DMAX: Die Amigos werden gleich auf 3 gesplitteten Bildern bei ihrer Darbietung von „Arrividerci“ gezeigt
MTV: Lady Gaga, diesmal ohne nicht-Zeichentrick Wickie, macht mir ungünstigerweise einen Ohrwurm…
Viva: …der auch nicht gerade vorteilhaft von „Who let the dogs out“ abgelöst wird.
Deluxe Music: 2 dicke Frauen und viele nackte Männer tanzen zu schlimmer Musik in diversen nicht genauer definierten Locations
iMusic1: Zeitlupendurchstadtgerenne
Yavido: Zeitlupenvorweissemhintergrundgetanze
Super RTL: Ausserirdische und Roboter singen das Lied „Spassplanet“, auf dem der Name wohl Programm ist
KiKa: Eine Knetfigur mit Goldzahn wird nervös, als Mama mit dem Helikopter anreist
Nick: Ein kleines Mädchen ist sehr wütend und malt ein Bild
Tele 5: „Gott wird nicht glücklich sein mit euerer Einstellung“
Das Vierte: 5 übereinander liegende Scrollbalken und ein Typ, der über den XETRA DAX spricht, lassen mich nach Lady Gaga sehnen
DSF: Tennisbälle und 24 Ziffern und jetzt soll man anrufen und dazu was sagen
Eurosport: Herr Walden scheint gut vorgelegt zu haben, denn es liegen genau 3 rote Billardkugeln direkt vor den Löchern
Fazit: Nie wieder TV vor der Arbeit
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