Hach, 2007. Das waren noch Zeiten. Auf Youtube konnte man sich noch alle möglichen offiziellen Musikvideos angucken, DJ Ötzi bewirbt sich mit “Ein Stern” für den nervigsten Nummer 1 Hit ever und ich stehe mit cirka 500 Russen1 in der Schalker Nordkurve, um mir anzugucken, wie der FC Schalke 04 nicht deutscher Meister wird.
Einen Monat vorher habe ich mal dieses bloggen ausprobiert. Und zack, schon sind 3 Jahre vergangen. Ein einziges Hin- und Her, so würde ich das mal hier beschreiben. Nach verschiedensten Versuchen hier sowas wie eine Linie hineinzubekommen, ist die Affenkoppzentrale mittlerweile einfach nur da. Aber das war ja auch nicht immer selbstverständlich.
Selbst als ich hier monatelang nichts gepostet habe, guckten hier ab und zu nicht gerade wenige Menschen vorbei, was ich immer sehr amüsant fand, wenn ich zwischendurch auf die Statistiken schielte.
Also, herzlichen Glückwunsch, liebe AKZ! Und weil dieses Jahr Deftones-Jahr ist, hier ihr neues Video:
Deftones – Diamond Eyes (Official)
Deftones | MySpace Musikvideos
Michael Joseph Jackson ist am 25.6.2009 gestorben.
Michael Jackson hat mich dazu gebracht, mich ernsthaft mit Musik und allem drumherum zu beschäftigen. Als ich 1988 mit meiner Mutter in der Metro war, um einen Grosseinkauf für meine anstehende Erstkommunion zu tätigen, bekam ich die “Bad” als MC geschenkt plus die Single “Man in the Mirror”. Monate zuvor kaufte ich mir neben Jürgen von der Lippes “Da ist der Wurm drin” und “Tomorrow” von dem Communards auch die Single “Bad”. In der Metro merkte ich jedenfalls zuerst, dass auf Alben durchaus auch bzw. natürlich auch Singles enthalten sind, die noch nach Albumveröfftenlichung ausgekoppelt werden. Wie gesagt, Musik und alles drumherum.
Von da an war ich jedenfalls Riesenfan, trieb meine Mutter in den Wahnsinn, weil ich auch eine Dauerwelle haben wollte und hoffte auf meine Lieblingslieder als Singles, zu denen ich mir Videoclips ausgedacht hatte. Kam leider immer anders.
Später dann, als ich ihn live sah, war ich schon nicht mehr Michael Jackson Fan, aber immer noch begeistert von seiner Musik, auch wenn nicht öffentlich, weil ich harter Metaller war…
Und nun ist er gestorben. Überrascht hat es mich nicht, traurig macht es mich trotzdem. Man muss kein ausgebildeter Psychologe sein, um zu sehen, dass in Michael Jacksons Leben einiges nicht gut gelaufen ist, man sollte trotzdem nicht den Fehler machen und deswegen nun Psychologe spielen. Kam mir nur gerade in den Sinn, als ich Sat 1 Frühstücksfernsehen geguckt habe.
Und als Erinnerung an einen der einflussreichsten Menschen der Popmusikgeschichte hier nun das Lied, durch das ich Michael Jackson kennengelernt habe. Ich habe meine Eltern aufgrund meiner Faszination von Musik, Outfit und Choreographie angebettelt, mir dieses Video zu besorgen, weil ich nicht wieder bis Samstag warten wollten, um es bei “Formel Eins” zu sehen.
Aufgrund Unwissenheit meiner Eltern und nicht Vorhandensein des “Bad”-Videos auf VHS bekam ich dann “Thriller” und war überrascht, dass Michael Jackson ein wenig an seinem Aussehen geschraubt hat. Da ich aber Gesichtsoperationen schon von “Knight Rider” kannte, fand ich es auch nicht unnormal.
Und hier ist es nun, “Bad”, in voller Länge:

Ja, so sieht das aus. Vor genau 2 Jahren habe ich die Affenkoppzentrale bei Blogspot.com angemeldet. Seitdem habe ich mal mehr und mal weniger gepostet, mal mehr und mal weniger persönlich und vor allem mal mehr und mal weniger gut.
Seit Januar 2008 ist die Affenkoppzentrale eine eigenständige Domain. Seitdem schlage ich mich mit PHP, CSS und allem anderen Quatsch herum und könnte manchmal echt verzweifeln daran, aber es wird immer besser.
Hatte ich bis letztes Jahr im April noch so 15-20 Leser am Tag, stieg die Leseranzahl von da an monatlich immer ein wenig. Im November dann konnte zum ersten mal die 100 Leser Grenze gebrochen werden, im Dezember und Januar hatte ich im Schnitt 200 Leser am Tag. Mittlerweile hat sich das Ganze auf 100-150 Unique Visitors eingependelt, je nachdem, wie meine Beitragsfrequenz so ist. Das finde ich nach wie vor sehr erstaunlich, denn bei 150 Lesern am Tag sieht es ja nunmal so aus, dass ich den Großteil nicht kenne. Dafür, dass ich zwar ab und zu die Affenkoppzentrale irgendwo verlinke, aber nicht wirklich gezielt, ist das hier schon sehr lustig alles.
Aber genug der Zahlen, denn wichtig ist, dass mir das hier sehr viel Spass macht. Momentan zwar weniger, weil mir einfach die Zeit fehlt, aber das Schöne an einem Hobby ist ja, dass mich niemand zwingt und ich finanziell nicht abhängig bin von der Affenkoppzentrale. Allerdings muss ich natürlich Hosting Gebühren bezahlen, aber ist ja auch ein wenig charektaristisch für ein Hobby: kostet halt.
Herzlichen Glückwunsch jedenfalls, liebe Affenkoppzentrale, du hast mir tatsächlich in sehr vielen Dingen geholfen. Durch dich habe ich gelernt, dass man das Internet über Recherchezwecke hinaus benutzen kann. Eine Zeit lang hast du sogar meinen Tagesablauf beeinflusst. Weiter geht‘s, mal sehen, was ich mit dir als nächstes mache.
Erstmal: Frohe Ostern alle miteinander. Ich hoffe, et war schön.
Und zum zweiten: Morgen wird die Affenkoppzentrale 2 Jahre alt. Zeit genug, mal ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen, also habe ich mal die Top-5 der meistgelesenen Beitrage zusammengestellt. Fertig? Los geht’s:
Platz 5: WordPress Theme Editor
Es gibt halt immer noch keine befriedigende Lösung für Normalkonsumenten. Die Google Suche nach diesem Begriff ist dementsprechend unbefriedigend, denn unter anderem wird man auf die Affenkoppzentrale geleitet, auf der es auch keine Lösung gibt.
Platz 4: Interpretation des Refrains von “Human”, The Killers
Spontan für DerBenni runtergeschrieben, sind doch mehr Leute auf meine Interpretation gestossen, als mir lieb war, denn so ausgetüftelt ist sie ja nun nicht. Aber fundiert vorgetragen natürlich nach wie vor.
Platz 3: Ay caramba, el boxo digitalo
Ein Briefwechsel von Stefan und mir. Als ich mal 3 Tage nicht im Admin Bereich der Affenkoppzentrale gegenwärtig war, befanden sich plötzlich 250 Spam-Kommentare unter diesem Beitrag. An diesem Tag habe ich den Spam-Blocker aktiviert. Von den 16000 Spams, die mittlerweile geblockt wurden, waren gefühlt 15900 für „Ay caramba, el boxo digitalo“ bestimmt. Wesentlich lustiger hätte ich natürlich reines Interesse an diesem Platz 3 gefunden.
Platz 2: “GIGA wird immer gross geschrieben”
Mein Abschiedsbeitrag zum Aus von Giga. Wurde im Giga Forum und auf diversen Fan-Seiten verlinkt und war nach 3 Tagen direkt auf Platz 2. Ich frage mich immer noch, wieviele von den Lesern dieses Artikels auf der Affenkoppzentrale hängengeblieben sind.
Noch viel mehr frage ich mich das allerdings bei der Nr. 1
Platz 1: Cheyenne LaCroix
Mit fast genau doppelt so vielen Lesern wie Platz 2 mit Abstand der meistgelesene Artikel der Affenkoppzentrale. Und warum? Einfach mal „Cheyenne LaCroix nackt“ bei der Google-Bildersuche eingeben. Finde ich zwar nach wie vor sehr lustig, allerdings glaube ich nicht, dass irgendwer glücklich war, mit dem, was er gefunden hat.
Wenn ich das nun als Analysevorlage nehmen würde, ergäbe das eine sehr merkwürdige Mischung an Themen, auf die ich mich spezialisieren müsste. Oder ich picke mir ein Thema heraus. Mein Favorit: Ay Caramba.

Quelle: mathteacherstore.com
Einen fröhlichen Pi-Tag alle miteinander. Und dank an Frau Klops für die Erinnerung daran.
Und nun ein kleines lustiges Anekdötchen zu dieser Zahl: Ich habe im Song “Fuck the System” von System of the Down jahrelang1 immer verstanden, dass Serj Tankian “I’m just the meaning of Pi” singt, weswegen ich den Song jetzt auch posten wollte. In Wirklichkeit singt er aber “I’m just demeaning the pack”.
Da ihr aber meine Version jetzt kennt, hier der Song:

Wenn ich Anfang dieses Jahrtausends nach Hause gekommen bin, hatte ich im Hintergrund immer MTV oder GIGA laufen. Auf MTV liefen Musikvideos (oh ja, das taten sie) und auf GIGA hat man mir Tipps gegeben, was es im Internet so zu bestaunen gab. Ich war gerade neu im Internet und war für diese Einarbeitung sehr dankbar.
Um 22 Uhr gab es bei GIGA etwas im deutschen Fernsehen, das ich mir zuvor jahrelang gewünscht hatte: Eine Games Sendung. Das Internet gab es als Informationsquelle für Trailer und In-Game Videos noch nicht, zumindest nicht für mich und meinen ISDN-Zugang (obwohl ich damit schon schneller war, als die meisten, die ich so kannte).
Im Sommer 2003 war ich dann Praktikant für GIGA, 2007 bis 2008 Volontär. Ich bin wegen (oder dank) GIGA nach Köln gezogen. Ich habe dem Sender viel zu verdanken und habe durch ihn ganz hervorragende Menschen kennen gelernt.
Und genau aus diesem Grund nun vollkommen nüchtern folgender Fakt: Seit gestern produziert GIGA keinen neuen Inhalt mehr. Der Besitzer Premiere will sich aufs Kerngeschäft konzentrieren. Ende März ist dann ganz Schluss.
Ich schreibe das hier jetzt gerade auf, weil ich zwar schon viele Arbeitgeber hatte, aber noch nie hat eine Firma, bei der ich vorher arbeitete, den Laden komplett dicht gemacht. Diese Nachricht zu hören hinterliess mich gestern mit einem komischen Gefühl.
Schade jedenfalls für die vielen netten Menschen, die nun ohne Arbeit dastehen, aber lasst es euch von mir gesagt sein, ich habe da einige Erfahrungen in den letzten Monaten gesammelt: Davon geht die Welt nicht unter.
Es laufen mittlerweile zwar wieder mehr Videos auf den einschlägig bekannten Musiksendern, aber leider auch nur, weil die Stellen nach und nach wegrationalisiert werden. So haben Musikvideos momentan eher etwas von Lückenfüllern. Aber zum Glück gibt es das Internet, also hereinspaziert zur letzten Folge meines persönlichen Jahresrückblicks 2008 hier in der Affenkoppzentrale:
Platz 5: Weezer – Pork & Beans
Ich habe Weezer 2001 auf dem allerersten Visions Festival gesehen und war schwer enttäuscht. Selten sowas Lustloses gesehen. Fast wie Oasis. Nimmt man die Bemerkungen Rivers Cuomo zu der Zeit hinzu, das die Band nie wieder in Deutschland auftreten werde, so lange sich die Alben nicht besser verkaufen würden, haben es mir Weezer nicht gerade leicht gemacht, sie weiterhin so sehr zu mögen, wie ich es vor diesem Auftritt getan habe.
Im Jahr 2008 haben Weezer ihre Zielgruppe erkannt und ihnen einen Youtube-Channel gebastelt. Das ist natürlich alles schön kalkuliert und durchgeplant, was man vor allem daran merkt, dass Weezer das Einbetten ihrer Videos nicht erlaubt. Die teilen sich wohl ein Großraumbüro mit Metallica. “Pork & Beans” kann man sich aber auch woanders her holen. Platz 5 also für das Video, gemacht für alle, die ihren Rechner für mehr als Excel gebrauchen können.
Platz 4: Beyoncé – Single Ladies (Put a Ring on it)
R n‘ B ist ein Genre, dass ich eher nicht so mag, um es mal höflich auszudrücken. Aber es gibt auch Ausnahmen. Allerdings nicht auf Künstler, sondern auf Lieder bezogen. „If I were a Boy“ beispielsweise geht mir geschätze 5 Minuten zu lang.
„Single Ladies“ hingegen mag ich irgendwie. Aber es geht sowieso um‘s Video. Und das ist ein Beispiel dafür, wie man aus sehr einfachen technischen Mitteln ein sehr gutes Ergebnis bekommt. Die Bewegungen von Beyoncé (auch ein Kandidat für das Großraumbüro von Weezer und Metallica) und ihren 2 Mitstreiterinnen sieht immer etwas asynchron aus, ist aber wahrscheinlich genau so gewollt. Und alle sehen dabei so unangestrengt aus.
Platz 3: Fatboy Slim feat. David Byrne & Dizzee Rascal – Toe Jam
Wenn man das Video zum ersten mal sieht, denkt man sich in den ersten Sekunden: „Na toll, da wollte Fatboy Slim wohl ein provokatives Video mit nackten Menschen drehen, damit er mal wieder etwas Aufmerksamkeit bekommt, aber man hat das Video zensiert. Tja, dumm gelaufen, Herr Slim.“ Bis der erste Pfeil aus den Zensurbalken geformt wird, ab da denkt man sich dann: „Dass da noch niemand drauf gekommen ist…“
Platz 2: Santogold, Casablancas, N.E.R.D. – My Drive Thru
Bei Chucks ergeht es mir ähnlich wie mit beispielsweise McDonald‘s und Coca-Cola. Ich frage mich jedes mal, ob die es echt noch nötig haben Werbung zu machen und ob man die Marken dann tatsächlich über kurz oder lang vergessen würde. Da die Werbeindustrie aber gerade damit beschäftigt ist herauszufinden, wie man mit diesem Internet Geld machen kann, möchte ich sie mal nicht mit meinen Amateurfragen belästigen.
Converse hat jedenfalls mal ordentlich aufgefahren und Santogold, Herrn Julian Casablancas von den Strokes und N.E.R.D. zusammengetrommelt, die dann gemeinsam einen Song und ein dazugehöriges Video produziert haben. Diese zerknitterte Papierschnipseloptik finde ich einfach hervorragend.
Platz 1: Get Well Soon – Listen! Those At Sea Sing A Song On Christmas Day
Platz 5 bis 2 nur Partykracher und jetzt? Es könnten ruhig mal wieder mehr Videos gedreht werden, die eine Geschichte erzählen. Wie dieses hier. Wenn die Seemänner im Mittelteil auf den Meeresboden aufschlagen, aufhören zu singen, stattdessen ihre Frauen anfangen und man dadurch weiss, sie werden es nicht überleben, hat der Onkel jedesmal n Kloß im Hals stecken, so sieht sich dat aus. Emotionen, egal welcher Art, müssen bei mir ausgelöst werden, damit ich etwas für gut befinde. Und dieses Video hat es am besten geschafft.
So, Ende. Das war‘s. Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009. Morgen Abend etwa dann hier: Die Affenkoppzentrale im neuen Design.
Bonus: Justin Timberlake und Beyoncé parodieren zusammen mit dem Cast von “Saturday Night Live” Beyoncé’s “Single Ladies”-Video. Ich zitiere mal den Uploader: “from snl, and its not deleted yet”
Als ich gestern in einem grossen, roten Elektronikgeschäft eine neue Druckerpatrone kaufen war, schlenderte ich an dem Schallplattenregal der CD-Abteilung vorbei und bemerkte, dass es schon etwas Anderes ist, eine Langspielplatte in der Hand zu haben als eine CD.
Nun kann man der Meinung sein, dass die CD als Datenträger für Musik langfristig keine Chance mehr hat, aber das zu kombinieren mit dem Tod des Albums1 , weil man sich Playlists selbst zusammenstellen kann, finde ich nicht nachvollziehbar. Da kann man auch genau so gut sagen, dass Starbucks bald pleite gehen wird, weil es Kaffeemaschinen gibt.
Ausserdem sind dieses Jahr nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ richtig gute Alben auf den Markt gekommen, so dass mir eine Auswahl echt nicht leicht fiel. Aber nun gut, fangen wir an:
Platz 5: Bloc Party – Intimacy ![]()
Es ist nicht alles bedingungslos super auf der „Intimacy“, aber allein die Tatsache, dass man sich bei jedem mal Hören wieder darauf freut, etwas Neues zu entdecken, rechtfertigt das Erscheinen dieses Albums.
Platz 4: Get Well Soon – Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon ![]()
Wie schon bei den Top-5 Songs erwähnt: Meine persönliche Neuentdeckung des Jahres (Danke nochmal, Corinna!). Ein Album wie eine Tragikkomödie. Zum Weltumarmen.
Platz 3: The Killers – Day & Age ![]()
Ich habe in diesem Jahr so wenig Konzerte wie schon sehr lange nicht mehr besucht. Das Beste war, obwohl viel zu leise, das der Killers vorm Kölner Dom. Die Band wächst immer mehr und der Pop auf „Day & Age“ mag vielen sauer aufstossen, aber zum einen war es meiner Meinung nach abzusehen und zum anderen ist es ja nicht gerade so, als wären die Killers vorher die Rocker vor dem Herrn gewesen. Und da es mein Nr.1 Album beim Sport machen ist, werde ich im nächsten Jahr dann meinen Bestseller „Fit und schlank durch Day & Age“ veröffentlichen.
Platz 2: Santogold – Santogold ![]()
Von Mai bis August habe ich kein Album so oft gehört wie das selbstbetitelte Album von Santogold. Ich mag die angepunkte Attitüde. Die Arrangements klingen alle so herrlich hingeklatscht, sind sie aber natürlich nicht, was man an der Tiefe der Lieder beim mehrmaligen Hören und aber vor allem an der Produktion hören kann. Hammer.
Platz 1: Kings of Leon – Only by the Night ![]()
Wo Bloc Party die Elektronik, die Killers den Pop oder Guns n‘ Roses die Technik suchten, um eine neue Platte aufzunehmen, sind die Kings of Leon ihren Instrumenten treu geblieben und haben sich mit ihnen zusammen einfach weiterentwickelt. Von Lied 1 bis 11 gibt es einfach sehr gute Lieder zu hören ohne irgendwelche Ausfälle. Punkt.
Fazit: Tja, Guns n‘ Roses fehlen, was? Ich halte “Chinese Democracy”
auch nach wie vor für ein gutes Album, aber an meinen 5 Erstplatzierten kommt Axl Rose nicht vorbei.
Muse haben mit „HAARP“
ein Live Album2 herausgebracht, dass bei mir ein weiteres mal unterstreicht, dass sie die beste Band ist, die jemals existierte. Da leg‘ ich mich jetzt mal fest.
Bevor es morgen mit den besten Musikvideos des Jahres zum einen das Ende und zum Anderen den optischen Höhepunkt meines kleinen Rückblicks des Jahres 2008 gibt, kommen wir nun zur Königsdisziplin Musik, unterteilt in Songs und Alben.
Fangen wir an mit den Songs:
Platz 5: Deichkind – Arbeit Nervt ![]()
Wie gut, dass ich weder in Grossraumdiskotheken, noch bei Saufurlauben anzutreffen bin, denn ansonsten würde „Arbeit nervt“ wohl schon längst auf meiner Liste der nervigsten Songs stehen. Da dem aber nicht so ist, geht der Song einfach derbe ab. Plakativ bis zum geht nicht mehr, aber selten passten Beat und Botschaft des Textes so gut zusammen.
Platz 4: Santogold, Casablancas, N.E.R.D. – My Drive Thru
Ein Lied, geschrieben für einen Schuster, dessen Schuhe schon immer überteuert waren, aber wohl trotzdem immer gekauft werden, auch von mir. 1+ mit Sternchen für die komplette Werbekampagne, inklusive Video, Internetpräsenz und eben Lied. Ich habe mal in der Neon gelesen, dass mit Timbaland, Missy Elliott und N.E.R.D. das Zeitalter der DJs im Hip Hop vorbei und das Zeitalter der Produzenten begonnen hatte. Es ist jedenfalls immer wieder erstaunlich, mit welch simplen Idee ein guter Song entstehen kann, der auch nach mehrmaligem Hören nichts von seiner Kraft verliert.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Platz 3: Get Well Soon – Witches! Witches! Rest Now In The Fire ![]()
Meine persönliche Neuentdeckung des Jahres. Im Gegensatz zu „Arbeit nervt“ passen Song und Text nicht zusammen, was das Lied umso besser macht. Zu einer wunderschönen, von Pathos tropfenden Melodie hört man folgenden Gesang: „They want yout to burn in hell, because of your magic spell. It may seem hard, but it’s just fair enough, ’cause Satan’s your best friend!“ Herrlich.
Platz 2: Santogold – Find A Way ![]()
Von allen FIFA-Reihen hat die 08er Version den besten Soundtrack. Darauf auch zu finden : Santogold mit „Find A Way“. Das Lied ist mein Gute Laune Macher in diesem Jahr. Mein Sommerhit.
Platz 1: Guns n‘ Roses – Chinese Democracy ![]()
Zugegeben, den Song kenne ich jetzt schon seit 2002. Die superhochproduzierte Version aber natürlich erst mit dem Erscheinen des gleichnamigen Albums am 22. November dieses Jahres. Was den Song vor allem zur Nr. 1 macht, war meine wirklich pure Freude, beim Hören des Schreis von Axl Rose am Anfang des Songs. Nach 15 Jahren Abwesenheit. Die Euphorie ist mittlerweile verflogen, aber die Erinnerung an den Moment an diesem Samstag Nachmittag des 22. Novembers bleibt, hehe.
Ich muss zugeben, im Gegensatz zu Serien oder Musikalben verfalle ich bei Filmen nicht so sehr in die „Muss ich sofort sehen, wenn‘s raus ist“-Euphorie. Zu oft wurde ich enttäuscht, scheinbar. So habe ich den neuen Indiana Jones auch erst vor 2 Monaten gesehen. Wie auch immer, los geht‘s:
Platz 5: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
Ich mag den vierten Teil der Indiana Jones Saga. Wirklich. Im Gegensatz zu vielen Anderen finde ich vor allem die Optik wunderbar. Klar, an manchen stellen hätte ich mir mehr Stunts und weniger Computeranimation gewünscht, aber wer ernsthaft an die Glaubwürdigkeit des Filmes zweifelt, weil Aliens drin vorkommen, der hat die ersten drei Teile wohl nicht bis zum Schluss geguckt. Da gibt‘s nicht nur Nazis als Gegner.
Platz 4: What Happens In Vegas
Dafür, dass sich der deutsche Verleih mehr Umsatz von der deutschen Titelwahl „Love Vegas“ versprochen hat, weil man sich vermutlich dachte, dass sich deutsche Bürger zwar mit Blu-Ray HD-DVD und Copyright-Bestimmungen auskennen müssen, aber nicht fehlerfrei „What Happens In Vegas“ aussprechen können, sollte den Verantwortlichen eine gehörige Tracht Prügel verpasst werden.
Erwartet habe ich eine 0815-RTL-Sonntagnachmittagsprogramm-Klamotte, bekommen habe ich eine der besten Liebeskomödien1 überhaupt. Nicht nur des Jahres.
Platz 3: You Don‘t Mess With The Zohan
Ähnlich wie bei Filmen mit Will Ferrell und Jim Carrey kann ich es auch bei Adam Sandler Ergüssen nachvollziehen, wenn man die Filme scheisse findet. Ich finde sie grossartig. Bei diesen Superklamaukfilmen ist der Grad sehr schmal. Viel zu oft werden sie einfach nur nervig (Hallo „Meet the Spartans“). „You Don‘t Mess With The Zohan“ allerdings gehört zur anderen Kategorie. Adam Sandler in Höchstform.
Platz 2: Wall-E
Würde „Wall-E“ nur aus der ersten Hälfte des Films bestehen, er wäre in der Top-5 meiner Lieblingsfilme aller Zeiten. Nicht, dass ich die zweite Hälfte doof finden würde, aber nach der mehr als genialen Stimmung aus Hälfte 1, degradiert Hälfte 2 den Film leider wieder in einen gewöhnlichen Pixar/Disney-Film. Da gewöhnliche Pixar/Disney-Filme aber ohnehin zu den besten Filmen gehören: Platz 2 für Wall-E.
Platz 1: The Dark Knight
Irgendwer überrascht? Wenn sich alle so dermassen über die Schauspielleistung eines Darstellers ist, dann werde ich grundsätzlich ja eher immer skeptisch. Aber im Falle Heath Ledgers als der Joker kann man einfach nur euphorisch zustimmen. Und darüber hinaus gibt es in diesem Film etwas, das man nicht sehr häufig in Superhelden-Verfilmungen findet: Spannung. An die tiefergelegte Stimme von Batman kann ich mich aber nach wie vor nicht gewöhnen.
[Warum WordPress die Bilder und den Text nicht richtig formatiert, weiss ich leider nicht. Tut mir leid für die Drecksoptik]
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