Da die meisten Menschen der Erde die Affenkoppzentrale für Breaking News aller Art als Medium Nr. 1 nutzen, hier neben Musik nun Dinge aus der Serien-Welt, auf die ich mich freue.
Zum einen ist seit Dienstag der vierte und auch letzte Teil der Futurama-Filmfolgen „Into the Wild Green Yonder“ raus. Nachdem ich „Bender‘s Game“ nicht ganz so gelungen fand, bin ich bei Futurama aber generell immer guter Dinge, bei den Simpsons leider nicht mehr.
Und gerade, wenn man seine Heidikulleraugen von den Tränen befreit hat, weil Futurama jetzt schon wieder zuende ist, verkündet Billy West, die Original-Stimme von Fry, Zoidberg, Farnsworth und ganz vielen anderen, dass Fox laut darüber nachdenkt, eine sechste Staffel produzieren zu lassen. Yay.
Mein persönliches Highlight ist aber „The Cleveland Show“. Cleveland wird Family Guy Richtung Virginia verlassen:
“THE CLEVELAND SHOW is a new animated series that follows everyone’s favorite soft-spoken neighbor CLEVELAND BROWN (voiced by Mike Henry) to his hometown in Virginia, as he settles down with his high school sweetheart, her unruly kids and his 14 year-old son, CLEVELAND JR (voiced by Kevin Michael Richardson).”
Sehr gut die beiden Bären da links im Hintergrund beim Schlussbild.
Falls sich jemand gefragt haben sollte, was Freddy Prinze jr. so die letzte Zeit eigentlich gemacht hat…ok…ich muss zugeben, es gibt für die meisten Menschen auf der Welt eher keinen Anlass zu fragen, was Freddy Prinze jr. so die letzte Zeit eigentlich gemacht hat. Aber wenn sich das jemand fragen sollte: Er war Autor bei der WWE und hat diverse Storylines für Smackdown! geschrieben. Das entspricht auch in etwas dem Niveau seiner Filme.
Seit letzter Woche tut er das allerdings nicht mehr. Und ja, bis Wrestlemania 25 wird hier noch öfter Wrestling Thema sein.
Dem allgemeinen Rückblickzwang kann auch die Affenkoppzentrale nichts entgegensetzen und so werde ich die Tage bis zum neuen Jahr meine persönlichen Top-5 posten.
Fangen wir an mit Serien, fiktional und ohne Cartoons. Und vor allem nicht synchronisiert. Was, wenn ich das mal so zusammenfassen darf, Home-Entertainment betrifft, war 2008 für mich definitiv das Jahr der Serien. Die letzten Jahre habe ich eher einen grossen Bogen um Serien gemacht. Habe ich dieses Jahr alles nachgeholt.
Wie es sich gehört jetzt als Countdown in umgekehrter Reihenfolge. Und weil ich so klick-geil bin, müsst ihr jetzt auf „weiterlesen“ klicken.
…wenn du bei diesem Bild eher an Spreeblick als an Seefahrt denkst.
Ich liebe Pushing Daisies. Auch wenn ich enttäuscht bin, dass ABC die Serie nach nur zwei Staffeln absetzen wird, muss ich trotzdem zugeben, dass die zweite Staffel nicht mehr ganz die Spannung der ersten halten kann, daher wünsche ich mir ein schönes Ende.
Jetzt habe ich mir letzte Woche gedacht: „Ach, ich guck mir mal die deutsche Fassung auf Pro7 an.“ Mein Fazit: An alle, die die Serie nur von Pro7 kennen: Nicht mehr gucken. Guckt das Original! So, genug Doppelpunkte.
Schon lange keine so dermassen unpassende Synchronisation mehr gesehen. Die deutsche Stimme von Chuck (gespielt von der ganz toll wunderbaren Anna Friel) entzieht der Figur mindestens 50% ihres Charmes.
Was aber dem Ganzen dem Fass den Boden raushaut ist der deutsche Erzähler. Es handelt sich um Norbert Langer, den ich jetzt generell für einen der besten deutschen Stimmen halte (schliesslich ist es die Stimme von Magnum, He-Man und vor allem vom erwachsenen Kevin Arnold in Wunderbaren Jahre), der aber hier nicht passt.
Pushing Daisies Originalstimme ist Jim Dale und der hört sich an wie ein Märchenonkel, der vorm Karmin sitzt. Aber hören sie selbst:
Da klingt die deutsche Fassung, von der ich leider kein Beispiel gefunden habe (im Pro7-Trailer zur Serie spricht der Pro7-Trailer-Sprecher), eben eher wie Magnum, der einem während einer Fahrt in seinem Ferrari auf Hawaii ein Märchen erzählt. Oder eben wie der erwachsene Kevin Arnold (zum Glück hatte ich nur eine Kassette von He-Man, da ist die Stimme noch nicht so verankert). Und das will ja niemand. Und das ist vor allem deswegen ärgerlich, weil wir doch so gute Märchenerzähler haben in Deutschland. Uwe Friedrichsen und vor allem Hans Paetsch, um mal direkt die beiden Besten zu nennen.
Was aber vor allem überhaupt garnicht und niemals geht in der deutschen Fassung von Pushing Daisies ist die Tatsache, dass der Erzähler reimt. Er reimt! Das tut er im Original nicht. Warum tut er es in der deutschen Fassung? Warum dieser Zusatzaufwand? Und warum dann so schlecht? Warum, warum, warum?
Also nochmal: Solche aber eigentlich alle Serien, deren Originalsprache man auch nur im Ansatz versteht, bitte immer, immer, immer im Original gucken. Die Autoren, der Regisseur, die Schauspieler und alle anderen Beteiligten haben sich beim Dreh und der Nachbearbeitung etwas gedacht. Etwas, bei dem die Übersetzer und die Synchronsprecher nicht beteiligt waren. Das kann auch gut gehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwer, und es reicht dabei schon eine einzige Person, vom deutschen Team irgendetwas nicht richtig versteht (vokabelarisch, aber vor allem schauspielerisch und humortechnisch), ist sehr viel höher.
Ich werde vielleicht auch mal einen Artikel darüber schreiben, für was das Gucken von Originalen noch alles gut ist, aber das sprengt jetzt eh schon den Rahmen, denn eigentlich wollte ich nur kurz sagen: Pushing Daisies, was für eine fabelhafte Serie!
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